Geduld.

Ja. Es ist schwer.

Schwer deshalb, weil jene Menschen, die sich als die ausgeglichensten und fairsten Menschen bezeichnen, oft jene sind, die viel eingeschränkter denken, ängstlicher handeln, übertriebener reagieren und im Grunde eigentlich für die Allgemeinheit am wenigsten tun – weil sie einfach viel zu viel mit sich selbst und ihrem Dasein, ihren Prinzipien „denk an dich selbst“, „Du selbst bist Priorität“ beschäftigt sind.

Man kann die Welt und sich selbst nur dann einigermaßen realitätsnah verstehen, wenn man Menschen kennt, wenn man sich bemüht, die Menschen tatsächlich zu verstehen und tatsächlich die Absicht hat, etwas zu tun, was diesen Menschen dann tatsächlich etwas bringt bzw von Nutzen ist.

Das erkennen leider so viele Menschen nicht – sie urteilen einfach, weil sie Angst davor haben, aus ihren vier Wänden „rausgehen“ zu müssen. Schlimm ist, dass diese Menschen sich genau jenes Umfeld aussuchen, dass sie in diesen Gefühlen bestärkt – das ist keine echte Liebe.

Es ist keine echte Liebe, seinen Liebsten keine Aufklärung zu geben, sie nicht mit der Realität zu konfrontieren – Liebe ist unabhängig. Realität ändert Liebe nicht. Liebe ist verankert. Aufklärung ist Liebe. Aufklärung und „vor Tatsachen stellen“ ist Liebe. Seine Liebsten im Dunkeln „tappen“ zu lassen, weil man ihnen die Realität nicht zutraut – ist nicht Liebe – es ist Flucht. Wer flüchtet, kann nichts ändern. Wer flüchtet braucht auch nicht behaupten, die Welt zu kennen. Ich spreche von der luxuriösen Flucht. Nicht von der Not-Flucht. Luxuriöse Flucht ist jene Flucht, die Gemütlichkeit und eigentlich auch Faulheit in sich birgt. „Sich vor Änderungen drücken“.

Und jene Menschen, die über das Wohl und den Frieden der Welt sprechen, über die Themen „leben und leben lassen, sein und sein lassen“ diskutieren, aber selbst im Glashaus sitzen und Ingwer-Tee mit Zitrone trinken und dazu Cashewnüsse essen – no, my dear. Die halte ich mittlerweile von mir fern. Denn diese Menschen entwickeln sich nicht. Sie behalten ihre gewohnte Geisteshaltung und gehen mit einer oberflächlichen Gesellschaft konform, während sie gleichzeitig die Oberflächlichkeit kritisieren.

Wo bleibt der tatsächliche Einsatz!?

Nike hat schon recht: „Just do it“. Taten sprechen. Und die Taten lassen sich daran messen, welche und wieviele Menschen wirklich verstanden worden sind und mit welchen ein wirklicher, echter, direkter Austausch stattgefunden hat.

Wer Geduld sagt, sagt Mut, Dauer, Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Lasst uns mutiger und echter sein.

Der Duft der Rose könnte uns daran erinnern.

Gute Nacht..

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